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Ludwig XIV.

Publié le 06/12/2021

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Ludwig XIV. (von Frankreich)
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EINLEITUNG

Ludwig XIV. (von Frankreich), genannt Sonnenkönig, französisch Roi Soleil (1638-1715), König von Frankreich (1643-1715). Ludwig suchte Frankreich als europäische
Hegemonialmacht zu etablieren, vollendete die absolutistische Monarchie in Frankreich, und unter seiner Herrschaft erfuhren Kunst und Kultur in Frankreich eine Blütezeit.
Ludwig wurde am 5. September 1638 in Saint-Germain-en-Laye geboren. Seine Eltern, König Ludwig XIII. und Anna von Österreich, die nach 20-jähriger kinderloser Ehe
dankbar für einen Erben waren, nannten ihren Sohn Louis Dieudonné (,,der Gottgegebene").

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ABSOLUTISTISCHE HERRSCHAFT

Ludwig XIII. starb 1643. Anna von Österreich, maßgeblich unterstützt von Kardinal Mazarin, übernahm die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn. Die Aufstände der
Fronde, die zwischen 1648 und 1653 die Monarchie erschütterten, beeindruckten Ludwig stark und überzeugten ihn von der Notwendigkeit, in Staat, Gesellschaft und
Wirtschaft für Ordnung und Stabilität zu sorgen, Reformen durchzuführen, aber auch und vor allem die Autorität der Krone wieder zu stärken. Wie im Pyrenäenfrieden
zwischen Frankreich und Spanien 1659 festgelegt, heiratete Ludwig 1660 seine spanische Cousine Maria Theresia, die Tochter Philipps IV. von Spanien.
1661 starb der Minister-Kardinal Mazarin; Ludwig berief keinen neuen Ersten Minister als Nachfolger, und er regierte von nun an alleine. Er schuf nach seinem Leitsatz
,,L'État c'est moi" (,,Der Staat bin ich") eine Form des Absolutismus, die das Europa des 17. Jahrhunderts prägte und zur Nachahmung veranlasste. Seine glanzvolle
Repräsentation stellte ihn, den Sonnenkönig, als den Mittelpunkt des Hofes heraus und war zugleich Demonstration seiner politischen Macht. Nach 1682 verbrachte der
König die meiste Zeit in seinem großartigen Schloss Versailles in der Nähe von Paris, das zusammen mit der prunkvollen Hofhaltung stilprägend für die Zeit des
Absolutismus wurde.
Ludwig XIV. erwies sich als fähiger Herrscher, wenn auch seine Jugendeskapaden das nicht unbedingt hatten erwarten lassen. Er beriet sich regelmäßig mit einem Kreis
ausgesuchter, kompetenter Minister und Mitarbeiter und legte mit ihnen zusammen die innen- und außenpolitischen Leitlinien fest, deren wichtigstes Ziel die Erweiterung
der Machtgrundlagen der französischen Monarchie war. Ludwig baute zwei neue, effektive Machtinstrumente auf: ein Diplomatenkorps und ein stehendes Heer. Ein
Entschluss von weit reichender Bedeutung war die Ernennung Jean-Baptiste Colberts zum Oberintendanten der Finanzen: Colbert förderte im Sinn des Merkantilismus die
heimische Wirtschaft und den Export, baute die französische Flotte sowie Straßen und Wasserwege aus.
Ludwig versuchte mehrmals vergeblich, den Sonderstatus der Hugenotten aufzuheben und sie der Masse der katholischen Untertanen gleichzustellen. 1685 hob er das Edikt
von Nantes auf, das den Hugenotten Religionsfreiheit und Schutz zugesichert hatte, zwang damit über 200 000 Hugenotten zur Auswanderung und provozierte den
hartnäckigen Aufstand der Kamisarden, der Hugenotten in den Cevennen. Die Aufhebung des Edikts fand bei Ludwigs katholischen Untertanen Beifall, schädigte aber das
Ansehen der französischen Monarchie außerhalb Frankreichs sowie - infolge der Abwanderung der Hugenotten - die französische Wirtschaft beträchtlich.
Ludwig verhalf Kunst und Wissenschaft in Frankreich zu einer hohen Blüte. Molière und Racine schrieben Theaterstücke, die bei Hof ebenso gegeben wurden wie etwa die
Motetten eines Jean-Baptiste Lully. Ludwig gründete die Akademien für Malerei und Bildhauerei (1655), der Wissenschaften (1666) und für Architektur (1671) sowie die
Comédie-Française (1680). In der Hauptstadt Paris ließ er die mittelalterlichen Stadtmauern niederreißen, für verletzte Kriegsveteranen die Les Invalides bauen, plante die
Prachtstraße Champs-Élysées und ließ die Kathedrale Notre-Dame restaurieren.
Nach dem Tod seiner Frau Maria Theresia 1683 ging Ludwig eine geheime Ehe mit Françoise d'Aubigné, bekannt als Madame de Maintenon, ein. Sie drängte ihn, das wenig
moralische und prunkvolle Leben am Hof zu untersagen.

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EROBERUNGSKRIEGE

Ludwigs oberstes außenpolitisches Ziel war die Errichtung der Vorherrschaft Frankreichs in Europa. Bedeutendster Gegner im Kampf um die Hegemonie waren die
Habsburger, die in Spanien, dem Reich und in den Niederlanden herrschten und Frankreich von zwei Seiten her umklammerten und bedrohten. In insgesamt vier Kriegen,
jeweils gegen eine Koalition europäischer Mächte, suchte Ludwig den Hegemonieanspruch Frankreichs durchzusetzen. 1667 reklamierte Ludwig das Erbrecht seiner Frau (jus
devolutionis) auf die Spanischen Niederlande, fiel in den Spanischen Niederlanden ein und löste den Devolutionskrieg aus. England, Holland und Schweden schlossen sich zu
einer Allianz zusammen, siegten über Frankreich und zwangen Ludwig 1668 zum Frieden von Aachen. Ludwig erhielt zwölf Festungen in Flandern und im Hennegau, musste
aber die kurz zuvor von Frankreich besetzte Franche-Comté wieder abgeben.
1672 fiel Ludwig erneut in den Niederlanden ein, um Holland zu erobern (siehe Niederländisch-Französischer Krieg). Sechs Jahre lang konnte sich Holland mit der Hilfe von
Brandenburg, dem sich u. a. Spanien, der Kaiser und England anschlossen, gegen Frankreich verteidigen. Der Friede von Nimwegen bestätigte in etwa den territorialen
Status quo; Ludwig erhielt die Franche-Comté und einige Festungen in Flandern.
Nach dem Tod des kinderlosen pfälzischen Kurfürsten Karl erhob Ludwig für dessen Schwester, seine Schwägerin, Ansprüche auf die Pfalz, fiel 1688 zur Durchsetzung dieser
Ansprüche in der Pfalz ein und löste damit den Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) aus. Gegen Frankreich schlossen sich Kaiser und Reich, Holland, England und Savoyen
in der Großen Allianz zusammen. Frankreich verwüstete u. a. die Pfalz, Heidelberg mit seinem Schloss und Württemberg; England vernichtete die französische Flotte. Im
Frieden von Rijswijk erhielt Frankreich 1697 das Elsass.
Der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1713), Ludwigs letztes großes militärisches Unternehmen, entzündete sich an dem Konflikt zwischen Frankreich und den Habsburgern
um die Thronfolge in Spanien; Ludwig verteidigte in diesem Krieg den vom letzten Habsburger auf dem spanischen Thron testamentarisch festgelegten Anspruch seines
Enkels Philipp, des Herzogs von Anjou. Frankreich, dem wieder eine Allianz europäischer Mächte entgegenstand, verlor die meisten der großen Schlachten; der Friede von
Utrecht bestätigte 1713 Philipp als spanischen König, untersagte aber eine Personalunion zwischen Frankreich und Spanien; Frankreich musste allerdings England einige
Territorien in Nordamerika abtreten.
Die vielen Kriege, die absolutistische Prachtentfaltung des Königs sowie die Schwächung der Wirtschaftskraft durch die Abwanderung Tausender Hugenotten brachten
Frankreich am Ende von Ludwigs Regierungszeit dem Staatsbankrott nahe; immer höhere Steuern ließen breite Bevölkerungsschichten verarmen. Die Überspitzung des
monarchischen Prinzips im Absolutismus französischer Ausprägung und die Aufrechterhaltung überkommener gesellschaftlicher Strukturen, die allein durch Geburt und
Privilegien bestimmt waren, führten langfristig zum Zusammenbruch der Monarchie in der Französischen Revolution. Ludwig starb am 1. September 1715 in Versailles.
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